NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Vancouver
British Columbia
Kanada

1. September 2018. Rita und ich, wie bereits erwähnt Camp-Novizen, beschlossen auf dem Campground Paradise Valley zu bleiben. Der Sanitärbereich war gepflegt und die Nähe zur Fähre nach Vancouver Island und nach Vancouver sprachen auch dafür. Die ungefähr siebzig Kilometer bis Vancouver Stadt über den Highway 99 sind ein Landschaftsschaulaufen. Danach überquerten wir die First Narrows Bridge (Lions Bridge). Ein spektakuläres Annähern an Vancouver Downtown. Wir verließen uns auf unser deutsches Kennzeichen und parkten inmitten der City in einer Seitenstraße, ohne die Parkregeln näher kennenlernen zu wollen, was auch ohne Folge blieb. Wie meistens haben wir beim Sightseeing von Städten Sonnenschein und so starteten wir durch die Straßen von Vancouver.

Hier ein paar kurze Informationen. Drittgrößte Stadt Kanadas, liegt in einer Bucht am Pazifischen Ozean, geschützt durch das vorgelagerte Vancouver Island und auf der anderen Seite eingerahmt durch die Kulisse der schneebedeckten Coast Mountains. 1791 segelte ein spanischer Kapitän in die English Bay, 1792 folgte der britische Kapitän George Vancouver, der letztlich auch Namensgeber der Stadt wurde. Wie fast in ganz Kanada war auch hier die Hudson Bay Company und die Canadian Pacific Railway Vorreiter der dann meistens sich sehr schnell entwickelnden Siedlungen. Heute hat Vancouver 2,1 Millionen Einwohner im Großraum und 600.000 Einwohner im Stadtgebiet. Vancouver ist als multikulturell zu bezeichnen. Die Weltausstellung Expo 1986 und die Austragung der Olympischen Winterspiele von 2010 untermauern dies. Weltoffen mit kultureller Vielfalt. Museen, Ausstellungen, Konzerte und eine sehr angesehene Universität runden das Bild einer prosperierenden Weltstadt ab.

Also liefen wir. Wie immer viel und der Nase und den Eindrücken nach durch die Straßen der Stadt. Gastown Vancouver, der älteste Teil mit der weltberühmten Steam Clock – dampft stündlich – zeigte sich mit den denkmalgeschützten viktorianischen Backsteinhäusern zwar sehr touristisch, hat sich aber seinen schönen britischen Charme erhalten. Ecke Water Street/Cambie Street gaben wir dann dem starken Hungergefühl nach und aßen recht lecker im Water St. Cafe. Gestärkt ging es weiter, leider jetzt an ein an das Chinesische Viertel angrenzendes Viertel, wo sich die ganze verheerende Situation der drogenbedingten Obdachlosigkeit widerspiegelt. Um allen die Einzelheiten zu ersparen nur soviel, das wir, und ich im Besonderen, noch nie so viele völlig hilflose und verwahrloste Menschen auf einmal gesehen haben. Danach war Sightseeing nicht mehr möglich und wir fuhren zurück zum Campground. Auf dem Rückweg fuhren wir noch am Infocenter von Squamish vorbei, um für den nächsten Tag die Fähre nach Vancouver Island zu buchen. Booking perfekt, 11.15 PM, 2. September 2018. Hatte noch Folgen.

1. September 2018 · Vancouver · British Columbia