NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Antofagasta
Chile

19. Juli 2019.

Am Abreisetag schlängelten wir uns auf der Carretera 23 über eine Cordillera bis zur Minenstadt Calama, in deren Umgebung sich die größte Kupfermine der Welt befindet. Ab Calama auf die Carretera 25, die vor Ankunft in Antofagasta uns noch über ein Küstengebirge führte. Die heutige Fahrt zeigte uns, was Menschen an Maschinen und Fahrzeugen in der Lage sind zu entwickeln, wenn sie ein Ziel haben. Hier Ausbeutung und Suche nach Rohstoffen. Macht uns zuversichtlich für die Zukunft, sollte es um den Umweltschutz gehen!

Antofagasta. Hafenstadt am Pazifik. Gegründet 1868. Heute ca. 350.000 Einwohner. Die Region um Antofagasta hat eine bewegte Vergangenheit. Ausgelöst durch die Entdeckung großer Salpetervorkommen, was als Rohstoff zur Herstellung von Dünger und Sprengstoff damals notwendig war. Verträge zwischen Chile und Bolivien, die die Ausbeutung regeln sollten, wurden gebrochen. Der Verlierer des Salpeterkrieges, Bolivien, verlor dadurch seinen direkten Zugang zum Meer. Dieser Zustand hat Bestand und lässt eine weltweit einmalige und groteske Situation entstehen. Boliviens Marine, der das Meer abhanden gekommen ist, hat seitdem ihren Standort auf einem Binnengewässer – dem Titicacasee.

Bis zum 22. Juli 2019

waren wir zu Gast in Antofagasta. Es ist halt eine Hafen- und Industriestadt, die weit weg von den kolonialen Zentren der Konquistadoren in Lateinamerika erst im 19. Jahrhundert gegründet wurde. Kein „Centro Historico” lässt hier Bewunderung aufkommen. An den Rändern von Antofagasta und hier besonders der Norden, prägen Armutsviertel und einfachste Bebauung das Bild.

Für unseren Aufenthalt waren die Höhepunkte das Bewohnen eines Zimmers im elften Stock des Hotels „Holiday Inn Express” mit Blick auf den Pazifik und zwei Abendessen im „Karls Restaurant Aleman”. Ansonsten sahen wir das tägliche Leben mit all seinen Facetten. Vorteil und Nachteil einer nicht organisierten Reise.

19. bis 22. Juli 2019 · Antofagasta · Chile