NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT

Ciudad Pedro de Alvarado
Guatemala

21. Februar 2019. El Salvador und Honduras wollten durchfahren werden. Seit Jahren halten diese Länder den traurigen Rekord, weltweit die höchste Mordrate zu haben. Den ersten Platz in dieser Statistik hält El Salvador, den zweiten Platz hat Honduras inne. Viele Overlander meiden daher seit einiger Zeit das Durchfahren Zentralamerikas.

Heute ging es zunächst auf dem gleichen Weg zurück, den wir gekommen waren. Auch die Gabelung der Carretera Panamericana / Carretera y Chichicastenango war wieder Halt zur Nahrungsaufnahme. Eine nette Mutter mit Sohn konnte sich an uns erinnern und wir nahmen bei ihr Platz. Was wir nach unserem Essen erlebten, zeigt wieder die Sorge der Eltern, ihren Kindern keine Möglichkeit geben zu können es einmal besser zu haben wie sie selbst. So fragte die Mutter: „Könnt ihr meinen Sohn nicht mit nach Deutschland nehmen oder für ihn eine Patenschaft übernehmen? ”. Wir seien doch alle reich in Europa. Schon im Hochland hatte ein Vater Rita seinen Sohn, etwa sechs Jahre alt, ans Auto gebracht und gefragt, ob sie ihn nicht mit nach Alemania nehmen könne.

Nachdenklich fahren wir weiter auf der CA-1 Richtung Guatemala Stadt. Vor Erreichen der Metropole bogen wir nach Süden ab. Über Escuintla ging es mittlerweile auf der CA-2 OR parallel zum Pazifik zur salvadorianischen Grenze. Seit Befahren der CA-2 OR war höchste Vorsicht geboten. Schlaglöcher und unbefestigte Teilstücke machten die Fahrt langsam.

Erreichten kurz vor Sonnenuntergang Ciudad Pedro de Alvarado, wo kilometerlange Schlangen von Trucks die Grenznähe verriet. Hotel Los Cuernos, etwa hundert Meter von der Grenze zu El Salvador entfernt, bot ein bescheidenes Nachtlager. Mittags hatten wir am heutigen Tag das Hochland verlassen und merkten jetzt die drückende Schwüle der Tropen.

21. Februar 2019 · Ciudad Pedro de Alvarado · Guatemala