NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

San Pedro
Antioquia
Kolumbien

30. März 2019.

Die BMW GS war ja versichert und so bekam sie ihren Einsatz. Nach Abladen und Träger richten fuhren wir zurück auf die Carretera Panamericana. Unser Routendienst im Netz zeigte für die vor uns liegende Strecke von etwa 130 Kilometern fast fünf Stunden an. Wir dachten außergewöhnlich, sollte aber in der Zukunft öfter so sein. Grund war, dass nach Überquerung des Río Cauca der Einstieg in die Anden bevorstand. Die Anden bilden die längste Gebirgskette der Welt und haben eine Nord-Süd-Ausdehnung von 7.500 Kilometern. Sie ziehen sich die ganze Westküste Südamerikas entlang und gliedern sich manchmal in mehrere parallel laufende Bergketten. Die dazwischen entstehenden Hochlandflächen bieten Platz für unterschiedlichste Landschaftsformen.

Die Fahrt wurde schwierig. Die Panamericana schlängelte sich in Serpentinen hoch in die Berge. Trucks, die kaum mehr als zehn Kilometer pro Stunde fuhren und damit Staus verursachten, trugen dazu bei, dass an ein zügiges Weiterkommen nicht zu denken war. Überholvorgänge wurden zur Lotterie und mussten oft abgebrochen werden. Von Erdbeben aufgeworfene Streckenabschnitte, Baustellen und zu guter Letzt Regen forderte unsere volle Aufmerksamkeit.

Genau wissen wir es nicht mehr, wann wir vor Medellín auf eine kleine Landstraße abbogen und in der Kleinstadt San Pedro auf 2.450 Höhenmetern im Hotel El Faro Quartier bezogen.

30. März 2019 · San Pedro · Antioquia · Kolumbien