NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Ayacucho
Peru

17. Juni 2019.

Die Härtesten der Familienfeier vom Vortag verabschiedeten uns mit guten Wünschen für die Weiterreise. Wenig Schlaf machte den Start in den neuen Tag nicht einfacher. Gut zweihundertfünfzig zu fahrende Kilometer standen an. Wie bisher veränderte sich das Landschaftsbild abwechselnd von tiefen Tälern hin zu kargen Hochebenen. Serpentinen gaben sowohl beim Hoch- als auch beim Hinunterfahren sensationelle Ausblicke in die endlos scheinenden Gebirgszüge der Anden.

Kurz vor unserem Tagesziel in Ayacucho – Hotel Altipacha, sehr zu empfehlen – hielt Rita plötzlich am Stadtrand mitten im Verkehr an, sprang aus dem Büdchen und übergab sich. Die Höhenkrankheit hatte sie erwischt. An Weiterfahren war nicht mehr zu denken. Ich stellte die BMW sicher an einer Tankstelle ab. Mit Büdchen fuhren wir zum Hotel, Rita bezog umgehend das Zimmer und legte sich hin. Jetzt nur noch zu Fuß die Tankstelle wiederfinden und ab mit dem Motorrad ins Hotel. Klappte. Ende gut, alles gut.

18. bis 20. Juni 2019.

Die Strapazen der letzten Wochen waren uns anzumerken und so entschieden wir uns, bis zum Donnerstag, dem 20. Juni 2019, zu bleiben. Die schöne Stadt Ayacucho machte uns die Entscheidung leicht. Der morgendliche Blick auf die Markthallen, dem Hotel direkt gegenüber und der Plaza Mayor mit Kathedrale, auch fußläufig erreichbar, ließ uns den Aufenthalt genießen. Auf alten Kulturen, wie hier der Wari-Kultur, die durch das Inka-Reich abgelöst wurde, gründeten die Spanier um 1539 das heutige Ayacucho. Wir wiederholen uns vielleicht, aber die spanischen Machthaber der Vergangenheit bauten ihre Städte in der „Neuen Welt” fast identisch auf und so geht auch hier der koloniale Glanz vom Centro Histórico aus. Umkehrschluss, existiert kein Centro Histórico, so lohnt sich ein Besuch eher selten.

17. bis 20. Juni 2019 · Ayacucho · Huamanga · Peru