NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Williams Lake
British Columbia
Kanada

27. August 2018. Nach dem Tanken und Überprüfen der Reifendrücke wurden noch ein paar Fotos in Stewart geschossen. Kuriositäten, so dachten wir, bleiben nicht aus. Ein Schild mit dem Hinweis „Tsunami Evacuation Route” ließ uns nachdenken. Ergebnis, klar. Wir befanden uns ja im Bereich des pazifischen Feuerrings, der je nachdem wo man anfängt, von Australien/Neuseeland über Japan hoch nach Russland und dann wieder abwärts über Alaska die Westküste der USA entlang über Zentralamerika und schließlich zur Spitze Südamerikas reicht und für große Erdbeben und Vulkanausbrüche in der Vergangenheit verantwortlich war. Mit dieser Erklärung für uns verließen wir Stewart / Hyder und waren zurück auf der 37A, die auch diesmal ein fahrerisches und landschaftliches Schmankerl – Gruß an unsere bayerischen Freunde – war. In Meziadin Junction ging es die 37 Richtung Süden bis Fort Kitwanga, wo wir auf den Highway 16 trafen, auch Yellow Head Highway genannt, den wir vor ein paar Wochen in Prince George Richtung Norden verlassen hatten. Auch hier schloß sich der Kreis. Seit Kitwanga hatte sich die Landschaft verändert. Große Flächen werden von der Forstwirtschaft genutzt. Darüber hinaus rückte Viehwirtschaft immer intensiver in den Mittelpunkt. Erreichten abends Burns Lake, wo wir auf einem Parkplatz im Ort mit einigen Evakuierten der Wildfire und – ja, man sieht sich hier oben öfter – Sabine und Theo trafen, die ihre Etappe auch hier beendet hatten.

28. August 2018. Nach einer netten Unterhaltung bei einem Bier im komfortablen Inneren des Mercedes-LKW-Umbaus am Abend starteten wir morgens, nachdem wir noch zwei Firefighter vor ihrem Feuerwehrfahrzeug abgelichtet hatten, Richtung Prince George. Schon wenige Kilometer hinter Burns Lake wussten wir, dass die Wildfire zwar unter Kontrolle waren, aber es noch längere Zeit erfordern wird, sie zu löschen. Wir fuhren durch starken Rauch, der teilweise die Sonne verschwinden ließ, erreichten Prince George und bogen ab auf den Highway 97, Cariboo Highway genannt.

Es war komisch, stundenlang durch Rauch und Brandgeruch zu fahren. Wir begegneten Dutzenden Holztransportern und kamen in Quesnel an einem riesigen Sägewerk vorbei, in dem die Verarbeitung weiter ging. Wahrscheinlich hatte das Eine mit dem Anderen nichts zu tun. Wir war ja nur Beobachter. Erreichten Williams Lake und gönnten uns, so glaubten wir, im Stampede Motel eine wohlverdiente Übernachtung nach den zuletzt doch vielen gefahrenen Kilometern.

29. August 2018. Der Blick vom Motel auf den Ort war das einzige Plus und so zogen wir am nächsten Morgen ins benachbarte Ramada Hotel, auch um mit dem Text zum Panamericana Blog weiterzukommen. Williams Lake ist durch sein Rodeo bekannt. Richtig, das Williams Lake Stampede. Betont auch die Dominanz der Viehwirtschaft in dieser Region. Region umfasst in Kanada schon mal ein paar hundert Kilometer.

27.-29. August 2018 · Williams Lake · British Columbia