NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT

Hopkins
Stann Creek District
Belize

1. Februar 2019. Endlich geht es weiter, Chetumal Ade! Die Grenzformalitäten von Mexiko nach Belize waren schnell erledigt, nachdem wir für Büdchen und die BMW eine Kfz-Versicherung abgeschlossen hatten. Belize hat denn auch wenig mit Mexiko oder Zentralamerika gemein. Karibisches Flair obsiegt.

Das Wichtigste. Belize liegt an der Ostküste Zentralamerikas und somit am Karibischen Meer. Vorgelagert befindet sich das zweitgrößte Korallenriff der Welt, das Belize Barrier Reef. Im Westen grenzt das Land mit seinen Regenwäldern an den Dschungel Guatemalas. Gründungsjahr von Belize ist das Jahr 1981, davor Britisch-Honduras, eine Kolonie des britischen Empires. Die Amtssprache ist Englisch und das Land ist Mitglied des Commonwealth of Nations. Staatsoberhaupt ist wie so oft in der Karibik Königin Elisabeth II.

Belize ist ein Schmelztiegel. Mestizen, Kreolen, Mayas, Garifuna (westafrikanische Sklaven aus St. Vincent) und deutschstämmige Mennoniten (teilweise aus Russland) bilden zusammen die Bevölkerung mit etwa 400.000 Einwohnern. Fährt man, wie wir, von Norden nach Süden, so wird der nördliche Teil landwirtschaftlich genutzt, meist von Kleinbauern zur Selbstversorgung. Die Plantagen wiederum sind in ausländischem Besitz und man baut Zuckerrohr, Zitrusfrüchte, Bananen, Kakao und Kokosnüsse an. Ab der Hauptstadt Belmopan, ziemlich in der Mitte des Landes, beginnt der bewaldete Teil von Belize. Holzindustrie und Naturschutzzonen teilen sich ungefähr die Fläche. Wir hatten schon von Mexiko aus gebucht. Urlaub am Karibikstrand. Fünf Nächte in der Parrot Cove Lodge in Hopkins, einem kleinen aber feinem Küstenörtchen.

Aufgepasst! Vieles, was man bucht und macht, wird in US-Dollar abgerechnet. Der Wert des Belize-Dollar beträgt etwa die Hälfte. Belize in einem Strandhotel ist also nicht preiswert.

Unser Hotel in Hopkins im Stann Creek District hatte dann auch seinen Preis, aber Lage am Strand und Blick auf das Meer rechtfertigten diesen. Viele Aktivitäten sollten es nicht für uns werden, jedoch siegte bereits am zweiten Tag die Neugier auf das Belize Barrier Reef und die Möglichkeit, einem Jaguar im Dschungel zu begegnen.

2. Februar 2019. Der Tagesausflug mit einem kleinen Fischerboot zum Schnorcheln auf eine der unzähligen Inseln, die sich kurz hinter dem Reef wie an einer Perlenschnur gezogen von Nord nach Süd erstrecken, war für uns ein Erlebnis. Man kann sich leicht vorstellen, einige Zeit auf einer solchen Insel zu verbringen. Das Farbenspiel des Meeres, ausgelöst durch die Wassertiefe, Wolken und die Sonne, war das eine, das Schnorcheln im Aquarium das Andere, was uns faszinierte. Ein kleiner Lunchstopp auf einer Kokospalmeninsel rundete den Ausflug ins Belize Barrier Reef ab. So verging der Tag recht schnell und endete nach vierzigminütigem Bootsrücktransfer im Hotel.

3. Februar 2019. Wir wären nicht diejenigen, die wir sind, wenn nicht noch etwas geschehen wäre, das einerseits ärgern kann, aber andererseits einen zum Schmunzeln bringt. Der Ausflug zum Reef war sein Geld wert und so waren wir auf unsere Jaguar-Safari mehr als gespannt. Um 7.00 Uhr wurden wir von einem Einheimischen mit Pickup und Machete vom Hotel abgeholt. Sehr nett und sehr freundlich zeigte er uns auf dem Weg in den vermeintlichen Jaguar-Dschungel so manchen Vogel, den wir übersehen hätten. Nach einer halben Stunde Fahrzeit waren wir am Ziel. „Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary and Jaguar Preserve”. Unser Guide gab uns 20 Belize-Dollars (10 US-Dollar), die wir am Parkeintritthäuschen für uns beide zu entrichten hätten. Kurzum. Wir hatten 85 US-Dollar pro Person im Hotel bezahlt und der Eintritt hier betrug 5 US-Dollar pro Person. Es kam so, wie ich vermutete. Ein Spaziergang von maximal vier Kilometern in einem Park und wir standen wieder auf dem Parkplatz. Wäre so, als wenn ich mit jemandem aus Belize, bewaffnet mit einem Gewehr, durch den Rehpark in Köln-Lindenthal laufe und ihm erklären würde, dass das Gewehr für den Fall sei, das ein Rudel Wölfe jederzeit das Damwild im Park reißen könnte. So waren wir um 12.30 Uhr wieder im Hotel und um eine Erfahrung reicher.

Am 4. und 5. Februar 2019 genossen wir den Strand und der Panamericana Blog wurde um ein paar Zeilen erweitert.

1.-6. Februar 2019 · Hopkins · Belize