NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Copacabana
Titicacasee
Bolivien

3. Juli 2019.

Weg stand fest. Entlang des Westufers des Sees mit Grenzübertritt nach Bolivien, fuhren wir bis zum Städtchen Copacabana. Copacabana ist Namensgeber des bekannten Stadt-Strandes in Rio de Janeiro /Brasilien und bedeutendster Wallfahrtsort Boliviens, wird doch in der im maurischen Stil erbauten Basilika der Jungfrau von Morena gehuldigt.

Bei der zur Zeit vorherrschenden Kälte, wollten wir die Nacht in SumaSanawi Hostel verbringen, wovon wir nach der Inspizierung der Dusch- und Toilettenräume wieder Abstand nahmen. Wir schliefen am Ufer des Sees im Büdchen. Bis dato haben wir noch nicht von den in einfachen Hostel und Campgrounds installierten Elektro-Duschen berichtet. Wir finden es ist an der Zeit. Die Installation ist wie folgt. Die Elektrokabel, aus der Wand kommend, werden meistens an der Wasserleitung entlang geführt, bis sie bei Erreichen des Duschkopfes einfach in selbigen gesteckt werden, befindet sich doch im Inneren des Duschkopfes ein kleiner Durchlauferhitzer, der mäßig warmes Wasser produzieren soll. Dies ist bestimmt eine der gefährlichsten Arten zu duschen. Hat etwas vom „Russisch Roulette“, geht es gut oder nicht.

Eine Randnotiz steht noch aus. Grenzübertritt nach Bolivien. Was hatten wir alles gehört und gelesen. Schlimmster Grenzwechsel in ganz Südamerika. Zur Sicherheit nahm Büdchen kurz vor der Grenze die alte BMW GS wieder Huckepack. Soviel sei gesagt, auch hier streikte das Computersystem der Aduana/Zoll. Zwei Fahrzeuge ein Halter. Anders als bisher, versuchte der nette Zöllner das Computerprogramm auf diesen Fall einzustellen. Gelang zwar nicht, aber die Mühe war aller Ehren wert. Alternativ gab es einen Zusatz auf das Permit von Büdchen und wir passierten die Grenze. Beim Verabschieden wollten wir unserem netten Zöllner noch zwanzig US-Dollar zu stecken, was er strikt ablehnte und meinte: „Er habe doch einen guten Job und sei zufrieden“. Außergewöhnlich.

4. Juli 2019.

Am nächsten Tag wechselten wir zum Hotel „La Cúpula“ mit deutschem Inhaber, tolles Zimmer, sicherer Parkplatz und Kamin im Zimmer, was will man mehr.

5. Juli 2019.

Wir hatten uns eine Bootstour zur „Sonneninsel“ vorgenommen. Was wir leider vergessen hatten, war die Tatsache, dass es in Bolivien eine Stunde später war als in Peru und so verpennten wir den Abfahrtstermin des Schiffes. Schade, wurde doch von der Sonneninsel aus die Suche nach der Hauptstadt des Inka-Reiches gestartet.

Anstelle des Ausfluges liefen wir kreuz und quer durch Copacabana inklusive Besichtigung der Basilika. Kleine nette Restaurants, Märkte und Souvenir-Geschäfte an jeder Ecke. Außergewöhnlich für uns waren die Segnungen von neuen Autos samt Insassen vor der Basilika durch einen Geistlichen. Andere Länder andere…, obwohl beim Zustand einiger Straßen „Gottes Segen” gar nicht so falsch sein kann.

3. bis 5. Juli 2019 · Copacabana · Bolivien