NORDSÜDFAHRT · Panamericana

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Palenque
Chiapas
Mexiko

26. Januar 2019. Lange Diskussionen gingen unserer Abreise voraus. Nächste Reisestation sollte Palenque sein bzw. der RV Campground Maya Bell, allen Overlandern bekannt. Problem, wie kommt man sicher dort hin? Der schönste und schnellste Weg wäre über die Road 199, die leider immer wieder durch Blockaden und Überfälle von sich reden macht. Trauriger Höhepunkt im Jahr 2018 war der gewaltsame Tod zweier Radtourer aus Polen und Deutschland. Wir standen früh auf und wagten es. Von San Cristóbal aus ging es morgens im Nebel und bei einstelligen Temperaturen in die Berge.

Tolle Streckenführung. Leider wird hier der Fahrfluss immer wieder durch die berühmten Topes gebremst und man schaut schon vorher, ob links oder rechts des Weges jemand steht. Nach der Hälfte der Strecke, die Sonne hatte sich durchgesetzt, im Ort Ocosingo, bekamen wir im Vorbeifahren mit, wie Wegezoll von einer Gruppe mit Macheten einbehalten wurde. Wir hatten Glück und kamen durch. Bis zum Campground Maya Bell wurden wir unzählige Male von Kindern zum Halten gebracht, die Bananen verkaufen wollten. Bis unser Münzgeld aufgebraucht war, kauften wir ihnen die Bananen ab.

Im Verlauf der Strecke kommt man stetig dem Regenwaldbecken von Palenque näher und merkt dies durch steigende Luftfeuchtigkeit. Kurz vor Palenque bogen wir zu einem Wasserfall ab, um anschließend unsere Zelte im Campground Maya Bell aufzuschlagen. Üppigste Vegetation, Restaurant und ganz nah an der Ruinenstadt. Perfekt.

27. Januar 2019. Wir waren gefühlt die Ersten in der Ruinenstadt der Mayas. Nebel stieg aus dem Regenwald empor und malte ein mystisches Bild von den Ruinen und der Natur. Teotihuacán und Monte Alban waren beeindruckend, jedoch befinden sie sich frei stehend an ihrem Standort. Hier in der Zona Arqueológica Palenque kam die große Wechselwirkung mit dem Regenwald dazu. Fantastisch.

26.-27. Januar 2019 · Palenque · Chiapas