NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Rückreise
Whitehorse
Yukon
Kanada

20. August 2018. Pünktlich um 10.00 Uhr standen wir am Fährhafen, um die erste Schiffspassage unserer Nordsüdfahrt zu viert – Büdchen, alte BMW, Rita und ich – zu starten. Abfahrt 11.15 Uhr. Nicht nur in südlichen Gefilden sind Zeitangaben ein „kann” und nicht ein „muss”, auch hier oben in Alaska verzögert sich manches auch schon mal um ein paar Stunden. 13.15 Uhr legten wir ab. Sonnenschein begleitete die kurze Schiffspassage von Haines nach Skagway. Norwegenreisende, die schon mal die Hurtigruten-Strecke oder einen Teil davon gefahren sind, werden keinen Unterschied im Landschaftsbild feststellen. Wunderschön halt. Sabine und Theo aus Hessen, die mit Ihrem Mercedes-LKW-Umbau auch gleiches wie wir vor hatten, sahen wir hier nicht zum ersten Mal.

Ankunft Skagway, runter von der Fähre und jetzt die Überlegung, den schönen Ort Skagway anzusehen oder ein paar Kilometer machen, denn alle Versuche, ein Fährticket von Prince Rupert nach Port Hardy / Vancouver Island zu bekommen, sind fehlgeschlagen.
Hier ein Tipp: Wer mit Auto, Camper oder anderem achsgetriebenen Vehikel die schöne Schärenpassage machen möchte – etwa fünfzehn Stunden – sollte sie früh genug buchen. Wir taten es nicht und mussten Kilometer machen. Es ging also auf die Road 98 bis zum White Pass – 888 Meter –, der gleichzeitig Grenze zwischen USA und Kanada ist. Die sonnigen Temperaturen der Fährpassage waren vergessen und es ging Richtung Whitehorse, unserem Tagesziel. Was wir nicht wussten, seit mehreren Tagen wüteten Waldbrände in Kanadas Westen, die solche Ausmaße angenommen hatten, das Menschen in British Columbia evakuiert wurden. Unterwegs erfuhren wir, das bis zu 450.000 Hektar Wald verbrannt sind, was auf Deutschland bezogen 5 % des gesamten Waldbestandes ausmachen würde und hier brennt es jedes Jahr.

Wir sprachen vor drei Wochen von den hohen Temperaturen nicht nur in Europa, sondern auch hier im hohen Norden Amerikas. Bei einer Unterhaltung mit Polizisten zwei Tage später fiel die Zahl, über fünfhundert Wildfire in British Columbia. Und jetzt, zwanzig Kilometer vor Carcross, sahen wir getrennt durch einen See die ersten Wildfire. Kilometer später, Whitehorse, am bekannten Alaska Highway und der Wunsch, bei Martin auf dem Cariboo Campground zu übernachten. Bei der Rückreise war es leer auf dem Campground und der Herbst zeigte sich schon mit fallenden Temperaturen und Laubverfärbung.

Kölsch in Kanada
Kölsch lässt auch in Kanada die Puppen tanzen

Wir blieben bis zum 22. August bei Martin in Whitehorse, schrieben Text für den Panamericana Blog, räumten das Büdchen etwas auf und gingen einkaufen. Trafen Katja und Andreas, die wir schon in Haines kennengelernt hatten und erfuhren nebenbei für diejenigen, die es interessiert, dass es Direktflüge von Frankfurt nach Whitehorse einmal pro Woche gibt.

20.-22. August 2018 · Whitehorse · Yukon · Kanada