Panamericana Tour von Alaska nach Feuerland

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Reiseabenteuer

Panamericana. Die Tour mit einem VW-Bus und einem alten BMW-Motorrad vom Typ R 80 GS von Alaska über die längste Straße der Welt bis nach Feuerland ist ein Traum, der während meines Erwachsenwerdens entstanden ist.

Der holprige Start. Die Zeit nach der Grundschule, dokumentiert durch vier Schulwechsel, ließ mich früh nach Weite und Halt suchen. Die Weite gefunden habe ich Mitte der siebziger Jahre durch den Kauf eines Interrail-Tickets, was für die damalige Jugend die ultimative Befriedigung von Fernweh war. Im Klartext: für 31 Tage mit der Bahn in 20 europäische Länder für 235 Deutsche Mark – unter der Voraussetzung, dass man unter 21 Jahren alt war. Für mich bedeutete das: einmal nach Norden zum Nordkap und einmal nach Süden zur Insel Kreta.

Lappland
Lappland 1975
Ägäis
Ägäis 1975

Auch der Sommer 1975 ging vorbei und ein anderthalbjähriges Volontariat im Sozialbereich der Caritas in meiner Heimatstadt schloss sich an. Ich durfte in urkölschen Straßen tätig werden; einmal linksrheinisch – Elsaßstraße –, einmal rechtsrheinisch – Rixdorfer Straße.

Halt suchen. Ich habe vieles von Che Guevara, Jerome David Salinger, John Steinbeck, Heinrich Böll und anderen Schriftstellern gelesen. Einer jedoch gab mir so manches Mal Kraft: Henri Charrière, der von der französischen Justiz zu Unrecht lebenslang ins Bagno nach Französisch-Guayana verbannt wurde. Das aus 13 Schulheften bestehende Erbe von Henri Charrière wurde als Buch und Film unter dem Titel „Papillon“ zum Welterfolg. Halt suchen meint auch, dass ich dieses Werk mindestens zehnmal gelesen habe, zum Teil in den unterschiedlichsten Lebenssituationen und es hat folgendes in mir ausgelöst: Wenn nichts mehr geht, geht irgend etwas immer noch. Soll heißen: Steh immer einmal mehr auf, als du hingefallen bist. Ein bisschen Kölner Mentalität ist auch da bestimmt hilfreich.

Das Leben. Mit dem Alter von 20 Jahren wanderten die Träume dann ins Schließfach. Daher lassen wir die Zeitspanne zwischen dem zwanzigsten und dem sechzigsten Lebensjahr mal unberücksichtigt. Gedanken, die uns vielleicht beschäftigen werden, so haben wir uns vorgenommen, sollen auf dem „Beipackzettel zur Reise” festgehalten werden.

Die Protagonisten. Meine Frau Rita und ich sind 20 Jahre zusammen, sogar verheiratet und die Zeit läuft. Zusammen sind wir 110 Jahre alt – Generation, verrate das Alter einer Frau nie – und wir haben uns entschlossen, meinen Jugendtraum jetzt zusammen zu erleben und umzusetzen.

Die Website. Selbst haben wir keine Ahnung, wird von meinem früheren Klassenkameraden Heinz Massloch, den ich nach über vierzig Jahren auf einem Klassentreffen wieder traf, eingerichtet und gepflegt. Als Name für das Panamericana Reisetagebuch wählten wir „Nordsüdfahrt“, eine Straßenverbindung in unserer Heimatstadt Köln, die seit ihrem Bestehen stets für Diskussionsstoff sorgt. Ja, sie verbindet zwar Nord mit Süd, trennt aber auch gleichzeitig wie unser „Vater Rhein” West und Ost. Trennen soll unsere Reise niemanden und positiv gesehen, nur weil es Straßenverbindungen gibt, die trennen, gibt es auch Brücken, die bekannterweise verbinden.

Das Logo. Genug der Taschenbuch-Philosophie; ein paar Worte noch zu unserem Logo. Rund, in der Mitte befindet sich ein Schmetterling als Anlehnung an Henri Charrières „Papillon“, ein Flügel des Schmetterlings als Hommage an unsere Vaterstadt Köln mit dem Stadtwappen und der andere Flügel zeigt den amerikanischen Kontinent, „un dat wor et ald”.

Rita und Klaus Klütsch

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