NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Rückreise
Watson Lake
Yukon
Kanada

23. August 2918. Die Straße hatte uns wieder, Alaska Highway Richtung Watson Lake. 437 Kilometer. Nun bei der Rückreise und herbstlichen Temperaturen sah die Landschaft, die anders herum befahren wurde, nicht minder schön aus.

Bei Teskin am Teskin Lake und Bridge machten wir Rast und staunten nicht schlecht, als beim Verlassen des Restaurants in der Servicestation eine fast baugleiche BMW GS neben meiner stand. Marten Walkker, ein Deutscher, der vor Jahren nach Kalifornien als Schreiner und Tischler ausgewandert war, nahm hier an einer Alaska Rallye teil. Gab uns nach unserem Fotoshooting seine Karte und sagte, bevor er abbrauste: „Und nicht vergessen, vorbeikommen, liegt ja auf eurem Weg nach Süden”. Als ich diese Zeilen verfasste, erinnerte ich mich, ihm wie versprochen die Fotos zuzuschicken.
Abends wurde im Upper Liard Motel übernachtet. Das Motel war uns bereits bekannt, da wir auf der Hinfahrt hier sehr gut gegessen hatten. Inhaberin ist eine vor Jahrzehnten ausgewanderte Tschechin, die uns bei drei Flaschen Budweiser Budvar – gutem tschechischen Bier – erzählte, wie das 1968 beim Prager Frühling auf dem Wenzelsplatz so war. Vielleicht ist sie deshalb ausgewandert.

24. August 2018. Morgens ging es nach Watson Lake zum Sign Post Forest, um Großes zu erledigen. Die letzte Radkappe unseres Büdchens sollte unmittelbar unter dem weltbekannten Ortsschild von Köln ihren hochverdienten Platz erhalten. Die Radkappe wurde beschriftet und mit Hammer und Nagel das Vorhaben umgesetzt.

Danach zurück zum „Upper Liard” und zur Junction 37, gleichbedeutend mit dem Verlassen von Yukon und dem Eintritt nach British Columbia. Der Highway 37, auch Cassiar Highway genannt, ist die einzige Alternative zum Alaska Highway, um nach Alaska zu gelangen und weniger befahren. Landschaftlich aber genauso reizvoll.
Die ersten hundert Kilometer fuhren wir noch durch traumhafte Herbstlandschaft. Für Motorradfahrer: Strecke ist asphaltiert und was ja bei den Entfernungen eher selten ist, kurvig zu nennen. Zwanzig Kilometer vor Pease Lake waren die Auswirkungen der Wildfire zu sehen und zu spüren. Dichter Rauch machte das Atmen und Fahren nicht zum Vergnügen. Erst nach dreihundert Kilometern wurde es etwas besser. 524 Kilometer standen als Tagespensum auf dem Tacho und wir stoppten bei einbrechender Dunkelheit beim Ressort Bell II.

23.-24. August 2018 · Watson Lake · Yukon · Kanada