NORDSÜDFAHRT · Panamericana

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Quito
Ecuador

6. Mai 2019.

Abflug um 8.30 Uhr vom „International Airport Puerto Villamil” auf Galapagos. Acht Passagiere standen in dem unfertigen und fast verlassenem Flughafengebäude. Plötzlich ging ein Rollladen hoch. Passkontrolle, Gepäckkontrolle, und als wir als Passagier 5 und 6 einchecken wollten, warf der Flughafenbedienstete einen Blick auf unsere handgeschriebenen Flugtickets und meinte in gebrochenem Englisch: „You fly another airline. You fly Fly Galapagos.

Tatsächlich landeten gerade zwei zweimotorige Flugzeuge. In das eine Flugzeug stiegen vier Passagiere und in das Andere wir und zwei weitere Passagiere. Alle acht Passagiere sahen sich nach einem halbstündigen Flug mit toller Aussicht auf das Archipel auf dem großen Airport auf der Isla Baltra wieder. Wie bereits der Hinflug wurde der Rückflug nach Quito durch einen kleinen Zwischenstopp in Guayaquil unterbrochen. Um 18.00 Uhr sahen wir Büdchen und BMW unversehrt bei Gerd im Hostal Zentrum wieder.

7. Mai 2019.

Das Hostal ZENTRUM von Gerd hat uns wieder. Noch etwas müde von unserer Galapagos Tour ließen wir es langsam angehen. Nachmittags wurden Einkäufe erledigt. Das wichtigste war das Besorgen von Gaskartuschen, die mit unserem Kocher kompatibel sind.

8. Mai 2019.

Der nächste Tag gehörte ganz Büdchen und der BMS GS. BMW vom Träger und als allererstes eine Grundreinigung, wollte ich doch an der Luftzufuhr zu den Vergasern etwas ändern. Rita bereitete zeitgleich Büdchen für die Weiterreise vor. Glaube, schon einmal erzählt zu haben, dass bei der kompletten Instandsetzung der BMW falsche Luftansaugstutzen verbaut wurden. Sind einfach zu groß für das Modell GS80. Bisher habe ich mit Gaffa Tape die Luftansaugstutzen fest und dicht bekommen. Aber der letzte Vorfall, als der rechte Vergaser plötzlich während der Fahrt nur noch an den Bowdenzügen hing, sagte mir, dass ich Abhilfe schaffen muss. Mir kam die Idee, mit einem Stück altem Motorradschlauch für mehr Dichtigkeit zu sorgen. Hatte einen von Reifen Kastenholz bekommen mit dem Hinweis: „Mit einem alten Reifenschlauch kann man fast alles provisorisch reparieren.”

Bestimmt eine der besten Reifenfirmen im Kölner Raum. Ich mache es kurz. Schnitt den Reifenschlauch so zurecht, dass ich ihn über die Luftansaugstutzen ziehen konnte und fixierte die Schlauchstücke danach mit Gaffa Tape. Schraubschellen kamen auch noch zum Einsatz. Sah nicht edel aus, erfüllte aber seinen Zweck. So verging der Tag mit viel Knuverei - Hochdeutsch?

Abends saßen wir mit Gerd zusammen, der uns in sein Geheimnis einweihte, warum er in seinem Alter noch so fit ist.

9. Mai 2019.

Pünktlich um 8.00 Uhr standen Rita und ich im Badezimmer von Gerd. Was nun folgte, gehört eigentlich ins Guinness Buch der Rekorde. Gerd hatte sich, wie seit vierzig Jahren täglich, an den Füßen aufgehängt und vollführte in dieser Position mit einer acht Kilogramm schweren Hantelscheibe seine Übungen. Diese Vorführung dauerte ohne Unterbrechung etwas mehr wie eine halbe Stunde. Ritas Kommentar: „Das wäre auch was für dich. Du hast beim Laufen manchmal schon einen Buckel.” Mein Kommentar – Schweigen.

6.-9. Mai 2019 · Quito · Ecuador