NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Puno
Titicacasee
Peru

30. Juni 2019.

Eine lange Etappe stand an, wollten wir heute den Titicacasee erreichen. Am Anfang fuhren wir durch schmale und recht gut besiedelte Täler, bis uns der zweite Teil der Strecke hoch hinauf ins Altiplano – der Hochebene – brachte. Toller Stellplatz auf der Hacienda Fundo Chincheros nahe Puno.

1. Juli 2019.

Die Hacienda Fundo Chincheros lag unweit der Carretera 3S. Wir verbrachten hier zwei Tage und drei Nächte. Ein siebenunddreißigjähriger Peruaner holländischer Abstammung namens ZeZe hat hier das Erbe seines Vaters mit der Übernahme der Hazienda angetreten. Die Hazienda war in die Jahre gekommen und ZeZe war dabei, sie Schritt für Schritt zu renovieren. Er betreibt Vieh- und Milchwirtschaft, hält Lamas auf seiner Hacienda und nennt eine stattliche Anzahl von Pferden sein Eigen. Zusätzlich sollen die Einnahmen aus der Vermietung von Cabins und der Campground die Renovierung vorantreiben.

Der erste Tag galt der alten BMW GS. Ölwechsel stand an und der Versuch durch Abdichten den Austritt von Öl an den Stößelstangen zu verringern. Problem letztendlich seit Wawa in Kanada bekannt, aber wahrscheinlich erst nach Rückkehr vollkommen zu beheben.

2. Juli 2019.

Wir fuhren nach Puno, der wohl größten Stadt am Titicacasee. Puno ist Ausgangspunkt für den Besuch der "schwimmenden Inseln“ der Uros, die zum Teil auf Schilfinseln leben. Früher machte dies Sinn, um den Angriffen der Inkas zu entgehen und zu entkommen. Eine weitere Fertigkeit, die mit der Schilfbearbeitung zu tun hat, ist der Bootsbau aus diesem Material, sodass sogar der Norweger Thor Heyerdahl für sein Boot Ra auf ihre Dienste zurückgegriffen hat. Wir verzichteten auf den Besuch der „schwimmenden Inseln“, machten noch ein paar Schnappschüsse vom täglichen Leben in Puno und kehrten zur Hacienda zurück.

Puno liegt über 3.800 Höhenmeter und so waren die Nächte recht frisch, sind Juni und Juli doch die kältesten Monate am und um den See. Peru und Bolivien teilen sich den See, der durch illegale Minen rund um den See und andere Abwässer stark belastet ist und wird. Seine Größe zu beschreiben ist am einfachsten, wenn man sich vorstellt, dass der Bodensee fünfzehn mal in ihm Platz finden würde.

30. Juni bis 2. Juli 2019 · Puno · Peru