NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Cuenca
Ecuador

19. Mai 2019.

Am Sonntag fuhren wir über Riobamba auf die Carretera Panamericana E35. Eine Strecke, die uns hoch und runter durch diesen Teil der Anden bis Cuenca führte. Durch steile Hänge und enge Täler sind die zu bewirtschaftenden Flächen recht klein und werden hier im Süden Ecuadors meistens durch indigene Kleinbauern bewirtschaftet. Wir erlebten auf der Fahrt Fußballspiele der Einheimischen und einige Märkte. Erreichten gegen Abend Cuenca. Hier sei die Unterkunft erwähnt. Appartement-Hotel mit sicherem Parkplatz inmitten des historischen Zentrums, geführt von einem ecuadorianischen Paar.

Cuenca Suites

20. Mai 2019.

Montag war unser erster Tag in Cuenca, einer außergewöhnlichen Stadt. San Cristóbal in Mexiko oder Antigua in Guatemala sind mit ihr zu vergleichen. Kunst, Kultur und natürlich die Gastronomie machen aus dieser saubersten Stadt, die wir bis dato in Lateinamerika besucht hatten, etwas Besonderes. Trotz einiger Regenschauer waren wir, wie immer als „Los Latschos”, unterwegs. Auch hier gibt es die Trennung zwischen Centro Histórico und Neustadt, nur irgendwie nicht so hart vollzogen wie anderswo. Vielleicht liegt es am Fluss, der die Trennlinie bildet und einen natürlichen Übergang schafft. Märkte, Kirchen. Plätze, Klosteranlagen und dergleichen wurden besichtigt und da war auch wieder der eine oder andere kölsche Moment, der erwähnt werden muss. Erster Moment dieser Art war ein tolles Sportgeschäft in der Altstadt.

Erklärung. Unser 1. FC Köln hat die Spielzeit 2018/2019 in der 2. Bundesliga mit dem ersten Tabellenplatz abgeschlossen, was Wiederaufstieg bedeutet. Seit dem 20. Mai 2019 trug ich aus diesem Grund zwei Tage mein FC-Trikot in Cuenca und war erstaunt, dass dieses Sportgeschäft über mindestens hundert verschiedene Vereinstrikots verfügte, aber das mit unserem Geißbock fehlte. Ich stellte dem Inhaber mich und unser Trikot vor und nutze dann die Gelegenheit, das Geißbocktrikot vor allen anderen Trikots abzulichten. Der zweite kölsche Moment ist schon etwas spezieller, haben wir doch auf unseren Streifzügen den „Kallendresser” von Cuenca gefunden, der gerade dabei zu sein schien, sich als Engel aus der irdischen Welt zu verabschieden. So waren die Tage hier nicht langweilig.

21. Mai 2019.

Cuenca hat noch etwas zu bieten. Die Herstellung von Panamahüten. Es gibt bestimmt mehrere Orte in Ecuador, in denen diese Hüte gefertigt werden, doch fallen immer die Namen zweier Produktionsstätten – Montecristi in Pazifiknähe und Cuenca. Wir besuchten die Firma „Homero Ortega” und erfuhren so einiges über den Hut mit dem irreführenden Namen „Panamahut”. Die Herstellung, so denken wir, wird in Heimarbeit erledigt, hier vor Ort erfolgt das Finishing der Hüte. Einer kurzen Einführung in die Geschichte des berühmten Hutes folgte ein Rundgang durch den Bearbeitungsbereich, bis wir am Ende im Ausstellungs- und Verkaufsraum standen. Viele Prominente haben hier ihr Haupt vermessen lassen und erhielten nach Fertigstellung ihr Unikat.

19.-21. Mai 2019 · Cuenca · Ecuador