NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Zurück in Coyhaique
Chile

24. August 2019.

Die Fähre legte um 9.00 Uhr in Chile Chico ab und erreichte nach zweieinhalb Stunden Puerto Ingeniero Ibáñez auf der gegenüberliegenden Seite des Lago General Carrera. Es war kalt, stürmisch und regnerisch auf der anderen Seite des Sees und wir waren froh, nach zügiger Fahrt wieder in unserem Zimmer im Hostel Cabañas El Leñador in Coyhaique zu sein.

25. August 2019.

Schneefall in Coyhaique und es war nicht ganz so schlimm, hier festzusitzen, denn eine Fahrt über die Berge wäre zurzeit mit der alten BMW bestimmt nicht möglich.

26. August 2019.

Wir waren die Ersten in der Mopedwerkstatt. „Nein, Nadellager sind noch nicht da.” Also auf zur Aduana/Zoll, meiner Lieblingsbehörde auf der Reise. Coyhaique hat als Verwaltungssitz der Region Aysén zum Glück ein Zollamt und so wollten wir nicht meckern. Nette Zollbeamtin druckte uns direkt den Laufzettel der Sendung aus und siehe da, die Ersatzteile waren schon vor Ort. Nur wo genau konnte die Zöllnerin nicht sagen. Zurück zur Werkstatt. Ja, der Bote wäre da gewesen, aber man hätte keine Vollmacht von uns gehabt und so würde die Sendung bei Chile Express kurz vor Feierabend vom Boten abgegeben. 17.00 Uhr Chile Express. Gebühren in Höhe des Kaufpreises der Nadellager wurden nochmals erhoben und dann hielten wir die Ersatzteile in Händen.

27. August 2019.

Wieder die Ersten in der Werkstatt. Mit Ersatzteilen in der Hand bekamen wir die Auskunft, dass der Monteur erkrankt sei. Unser vermeintlicher Chef war also der Monteur und schien auch der Einzige zu sein, der die Reparatur durchführen konnte.

Kölsches Grundgesetz

§1 und §3 trösten auch fern der Heimat.

  • §1 Et es wie et es.
  • §3 Et hätt noch immer jot jejange.

Wir wollten diesen Tag nicht unnütz verstreichen lassen und Vorsorge treffen. Anhaltender Schneefall war Grund genug, für die Weiterreise Schneeketten zu kaufen.

28. August 2019.

Zur Mittagszeit wagten wir uns zur Werkstatt und siehe da, es wurde an der alten BMW gearbeitet. Monteur begrüßte uns und nannte den Grund der Verzögerung. Nierensteine machten ihm zu schaffen. Wir vergaßen das „Daumen hoch” von vor zehn Tagen und brachten Verständnis auf. Er versprach, bis Feierabend sei die Reparatur abgeschlossen. Wir zeigten Daumen hoch und lächelten. 19.00 Uhr zurück in der Werkstatt. BMW war startklar. Fortwährender Schneeregen veranlasste uns, das Abholen der alten BMW auf den morgigen Tag zu verschieben.

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