NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Groveland
Yosemite
Kalifornien
USA

14. Oktober 2018. Vom Hotel auf die San Francisco Oakland Bay Bridge, die wir an unserem ersten Tag in San Francisco bereits zu Fuß unterquert hatten, ging es über die Bucht nach Oakland. Die Brücke wurde am 12. November 1933 eröffnet, hat eine Gesamtlänge von 8320 Metern und ist somit länger und älter als Golden Gate.

Die Road 24 Richtung Walnut Creek ließ uns eine der renommiertesten Universitäten der Welt streifen – Universität von Kalifornien Berkeley – bis wir spätestens in Livermore den zum Teil hügeligen Speckgürtel von San Francisco hinter uns gelassen hatten. Der dann folgende Streckenabschnitt über die Road 580 und 205 und letztendlich über die Road 120 bis Oakdale ist zu vernachlässigen. Ab Oakdale fährt man durch viehwirtschaftlich genutzte Landschaft, bis man auf der Road 108 den Abzweig Yosemite Junction erreicht, ab dem man auf der Road 120 über eine außergewöhnliche Serpentinenstrecke hoch Richtung Yosemite Nationalpark geführt wird. Wir machen Halt hinter Groveland auf dem RV Yosemite Pines Campground.

15. Oktober 2018. Es waren nur etwa dreißig Kilometer über die Road 120 zum Parkeingang des Yosemite Nationalparks, als ein Schild das kölsche Herz weckte.

Hatte man hier, wenn auch etwas in der Schreibweise verenglischten Form, Hans Lommerzheim zu Ehren eine Straße (Road) benannt? Eigentlich kaum vorstellbar, hatte er doch anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels 1999 in Köln, als Bill Clinton eine authentische Kölschkneipe besuchen wollte, dem Sicherheitschef geantwortet, der für die Zeit den normalen Publikumsverkehr sperren wollte: „Nää, dat jeht nit”, dann müssten ja die Stammgäste draußen bleiben.

Jetzt zum Park. Der 1890 gegründete Yosemite Nationalpark schützt die schönsten Bereiche der kalifornischen Sierra Nevada – Nord-/Südausdehnung ca. 650 Kilometer. Mit einer Fläche von 3000 Quadratkilometern zählt der Park zu den größten in Kalifornien. 90 Prozent des Gebietes sind Wilderness Area, das heißt, keine Straßen und wenig Wanderwege. Dies bedeutet, das sich die Besucher, 4,5 Millionen pro Jahr, im Yosemite Valley – Sackgassenstraße – und auf der Road 120 – Ost/West-Querung – stauen. Fährt man in das Yosemite Valley, so sind der Granitmonolith El Capitan, die Wasserfälle und am Ende der Half Dome wohl die herausragenden Naturschönheiten. Um in den zum Teil Hunderte von Metern hohen und senkrechten Felswänden Bergsteiger beobachten zu können, sollte man ein Fernglas mitnehmen, das übrigens in Nationalparks immer gebraucht werden kann.

Auf unserem Rückweg zum Campground machten wir noch eine kleine Wanderung, um uns die hier zwar seltenen, aber doch vorhandenen Mammutbäume anzusehen. Der Unterschied zu den bereits gesehenen Redwoods an der Küste besteht in der etwas geringeren Höhe, aber einem stämmigeren Umfang. Wer mehr davon sehen möchte, kann das im Sequoia Nationalpark und dem Kings Canyon Nationalpark, was wir nicht taten, da wir am nächsten Tag über die Road 120 den Yosemite Nationalpark durchqueren wollten.

14.-15. Oktober 2018 · Groveland · Yosemite · Kalifornien · USA