NORDSÜDFAHRT · Panamericana

NORDSÜDFAHRT
Panamericana

Izcuchaca
Peru

16. Juni 2019.

Bevor wir uns im Text wiederholen, hier ein paar Anmerkungen zur Strecke bis Cusco. Andenhochland-Strecke. Eigentlich sind wir seit Caraz in den Zentral-Anden unterwegs und die Anmerkungen treffen natürlich für diesen Teil der Strecke ebenso zu. Die meisten Overlander, so kam es uns vor, bevorzugen den Weg an der Pazifikküste entlang, über Lima bis Nazca und biegen danach erst ab, Richtung Cusco. Die interessantere Route ist allerdings der Weg durch die Anden.

Gut zu wissen: Zeitplan, Lima nach Cusco in acht bis zehn Tagen, fast 1.500 Kilometer, gefahrene Kurven geschätzt ca. 16.000. Hallo Mopedfahrer, ihr wisst was das bedeutet.

Höhenkrankheit. Im Prinzip geht es auf dieser Strecke abwärts ins Tal, um im Anschluß aufwärts einer Hochebene entgegen zu steuern. Oben angekommen dauert es einige Zeit, bis man von der Hochebene wieder talwärts fährt und so weiter und so weiter. Von 2.000 bis fast 4.500 Höhenmetern. Kindergeburtstag ist was anderes.

Von Tarma, auf 3.050 Metern gelegen, fuhren wir die Carretera 3S hinauf auf ein Hochplateau. Die bäuerlichen Gemeinden, die wir durchfuhren, leben und arbeiten noch genau wie seit Generationen. Adobe Bauweise herrscht vor und wird erst auf den Hochebenen durch zum Teil massivere Bauausführungen abgelöst – wie Bruchstein.

Abends landeten wir ziemlich geschafft in Izcuchaca, einem kleinen Bergdorf. Santa Eugenia war das einzige Hostal, was bei recht kaltem Wetter eine Übernachtungsmöglichkeit anbot. Für die alte BMW GS war ein Abstellplatz vorhanden. Büdchen konnte, aus Sicherheitsgründen, nach Rücksprache beim Polizeichef des Ortes, vor der hiesigen Polizeistation abgestellt werden. Unterkunft erreichte drei Klobürsten, wenn es diese Kategorisierung geben würde. Etwas essbares in nächster Umgebung zu bekommen, Fehlanzeige und so gab es zwei Schokoriegel und ab ins Bett mit dem Wunsch zu schlafen. Denkste, neben unserem Hostal war Jahrgedächtnis für das verstorbenen Familienoberhaupt. Bedeutete, die ganze Nacht spielte eine Kapelle vorzugsweise zwei bis drei sich abwechselnde Lieder. Familie und Freunde des vor einem Jahr Verstorbenen tanzten und sangen die ganze Nacht und leerten dabei eine Vielzahl von Biergebinden.

16. Juni 2019 · Izcuchaca · Peru